Seit Wochen twitter ich über den Frankfurt Marathon mit dem Hashtag sub330. Meine bisherigen Halbmarathonzeiten von 1:33 in Mainz und zuletzt 1:39 beim IRONMAN 70.3 in Zell am See sind dafür verantwortlich

2013-10-26 13.44.08das ich der festen Überzeugung war in Frankfurt unter 3:30 zu laufen. Und obwohl ich wusste, dass ich eigentlich zu wenig Laufumfänge für diese Zeit gemacht habe, war ich bis heute Morgen der festen Überzeugung das irgendwie zu packen und habe mir auf der Marathonmesse noch ein Paceband mit den Zwischenzeiten für ein Finish unter 3:30 besorgt. Ich habe schlichtweg die Distanz von 42,2 KM einfach unterschätzt.

Fangen wir aber von vorne an, der Tag begann eigentlich wie immer vor einem Wettkampf. Nach der obligatorischen Mach-Wach Dusche habe ich gefrühstückt. Wie immer zwei weiße Brötchen mit Schokolade und einen Tasse Kaffee. Zeitig habe ich mich Richtung Frankfurt aufgemacht und mich mal wieder komplett auf mein Navi verlassen, statt selbst mal das Gehirn einzuschalten. Der Weg zum Parkhaus vom Mariott Hotel wurde zum Spießroutenlauf, weil viele Strassen bereits gesperrt waren. Am Ende hab ich aber auch das geschafft und war bereits um 8:50 in Frankfurt.

Kurz nach mir traf auch mein Kumpel Marc B. ein und wir sind zusammen erst noch mal in die Festhalle gegangen und haben uns den Zieleinlauf angeschaut – wir beide hatten Premieren, Marc startete zum 5. mal und ich zum 1. mal.

Kurz vor 10 habe ich mich Richtung Startblock aufgemacht, motiviert bis in die Haarspitzen habe ich mich in den BMW Block (Zielzeit 3:15 – 3:30) statt in den Stadt Frankfurt Block (3:30-3:45) so wie es auf meiner Nummer stand, hatte ich bei meiner Anmeldung doch 3:45 als Zielzeit angegeben.

Los ging´s pünktlich um 10:30, die Startlinie übertrat ich um 10:37. Mit einer ordentlichen Anfangspace von 4:40 auf den ersten 5 KM, lief alles perfekt. Ab KM10 fing es mit den Beschwerden an, mein Magen rebellierte. Eigentlich nichts neues, habe ich diese Probleme auch immer beim Triathlon auf der Mitteldistanz. Allerdings habe ich da in der Regel nur noch 11 KM vor mir, heute waren es noch 32 KM die ich mit Magenkrämpfen schaffen musste. Trotz der Magenprobleme war ich bei KM 21,1 immer noch auf Kurs für die 3:29. 1:42 zeigte die Uhr an. Ab KM 22 fing dann an mein rechter Fuß zu schmerzen, gegen KM 30 meldet sich dann auch mein linker Fuß. Die Uhr zeigte zu diesem Zeitpunkt 2:30, was für mich bedeutet ich war 2 Minuten über der geplanten Sub 3:30. An KM 33 war es dann soweit, zuviel Isoplörre, Wasser und Gels. Mein Magen wollte nicht mehr und so musste ich einen kurzen Stop am Strassenrand einlegen um mir das bisherige Rennen durch den Kopf gehen zu lassen. Zum Glück kannte ich die Situation vom IRONMAN 70.3 in Wiesbaden, da ist mir das gleiche auf der Radstrecke passiert. Alles halb so schlimm, Mund abpuzze und weiter gehts.

Mittlerweile musste ich an den Verpflegunsstationen, wo ich mir trotz Magenproblem immer weiter Isoplörre, Gels und Wasser einverleibte, immer mal wieder Gehpausen einlegen, weil meine Füße nicht mehr wollten. Was dann kam war die logische Schlussfolgerung von zuviel Flüssigkeit für einen geschundenen Magen, an KM 38 kam alles wieder raus – so wie es auch reinkam. Irgendwo in dieser Gegend hat mich bei einer Gehpause auch der Pacemaker mit dem Zielzeitballon 3:44 überholt, WTF?

Es muss KM 39 gewesen sein, das sich dann auch noch mein linkes Knie meldete und mir mit jedem Schritt deutlich signalisierte bis hierhin und nicht weiter. Mein Gedanke, Tod sicher nicht, du schleppst mich jetzt noch die restlichen 3 KM und dann kannst du erstmal eine Pause einlegen.doneffmm

Nach 3:42:50 bin ich in der Festhalle eingelaufen. Endlich, der erste Marathon ist gefinisht, mein Plan von 3:29 ist nicht aufgegangen, trotzdem bin ich sehr zufrieden mit meiner Leistung.

Ich freu mich schon auf den Nächsten…in Mainz! ;-)

Die Strecke auf meinem Garmin:

http://connect.garmin.com/dashboard?cid=32586601

 

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